HAB KEINE EILE
Übe zuerst langsam. Beschleunige nicht nur, weil dein Trainingspartner schneller ist.
Wenn du etwas nicht langsam kannst, wirst du es auch schnell nicht können.
Durch langsames Üben entwickelst du Muskelgedächtnis und die schnell zuckenden Muskelfasern, die dir explosive Geschwindigkeit verleihen.
Während du langsam trainierst, spüre bewusst in deinen Körper hinein.
Fühle jede Bewegung mit deinem ganzen Körper.
Versuche nicht zu verkrampfen – die meisten Menschen gehen durchs Leben, ohne wahrzunehmen, wie sich ihr Körper überhaupt anfühlt. Lerne, auf deinen Körper zu hören.
Erklärung
Wenn du zu schnell übst, überspringst du die Grundlagen.
Langsamkeit bedeutet Kontrolle, Körperbewusstsein und Präzision. Dein Körper speichert Bewegungen wie in einer „Bibliothek der Muskeln“ – und nur wenn sie sauber und bewusst eingeübt sind, kannst
du sie später blitzschnell und effektiv abrufen.
Beispiel
Ein Anfänger im Silat übt eine Schlagkombination.
• Schnell & unsauber: Er verliert das Gleichgewicht, die Technik wirkt kraftlos.
• Langsam & bewusst: Er achtet auf Stand, Atmung, Hüftbewegung, Armhaltung. Nach einigen Wochen hat er die Technik im Muskelgedächtnis. Wenn er dann Geschwindigkeit aufbaut, bleibt die
Bewegung präzise und kraftvoll.
Und das Wichtigste: Vergiss nicht, Spaß zu haben!
Lächle und genieße dein Training.👍👍👍
Bild-Idee
1. Links: Ein Schüler, der langsam eine Technik ausführt, konzentriert, locker, mit Lächeln.
2. Rechts: Derselbe Schüler, schnell und verkrampft, ungenau, unzufrieden.
3. Darunter: Ein Vergleichsbild – „langsam = stabile Wurzeln“, „zu schnell = brüchiger Baum“.
