
„Sinawali“ ist ein Begriff aus den philippinischen Kampfkünsten (Kali / Eskrima / Arnis). Das Wort kommt von sawali, einem traditionellen Bambus-Geflecht, das man in den Philippinen zum Bau von Wänden und Matten benutzt. Sinawali bedeutet sinngemäß also „verflochten“ oder „geflochten“.
Im Training bezeichnet Sinawali die Doppelstock-Übungen (meist mit zwei Rattanstöcken), bei denen sich die Bewegungen wie ein Geflecht wiederholen und verweben.
Nutzen von Sinawali im Kali:
- Koordination: Beide Hände arbeiten unabhängig und rhythmisch, ähnlich wie beim Trommeln. Dadurch verbessert man die beidhändige Geschicklichkeit.
- Reflexe und Timing: Durch die Partnerübungen im Wechselspiel schult man Distanzgefühl, Reaktionsfähigkeit und Timing.
- Grundlagen für Anwendungen: Viele Bewegungsmuster aus Sinawali lassen sich später in waffenlosen Kampf oder mit anderen Waffen übertragen.
- Kondition & Rhythmus: Die fließenden, oft schnellen Bewegungen trainieren Ausdauer und ein Gefühl für den Kampf-Rhythmus.
- Übergänge und Kombinationen: Man lernt, fließend zwischen Angriff, Abwehr und Konter zu wechseln.
👉 Kurz gesagt: Sinawali ist im Kali kein Selbstzweck, sondern ein methodisches Werkzeug, um Bewegungsmuster, Koordination und Fluss zu entwickeln, die man im realen Kampf (mit Waffen oder waffenlos) anwenden kann.
